Hier ist nun vor allen Dingen der Hauptpunkt zu beachten: daß alles was ist oder erscheint, dauert oder vorübergeht, nicht ganz isoliert, nicht ganz nackt gedacht werden dürfe; eines wird immer noch von einem anderen durchdrungen, begleitet, umkleidet, umhüllt; es verursacht und erleidet Einwirkungen, und wenn so viele Wesen durch einander arbeiten, wo soll am Ende die Einsicht, die Entscheidung herkommen was das Herrschende, was das Dienende sei, was voranzugehen bestimmt, was zu folgen genötigt ist?
Johann Wolfgang Goethe: Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche. Schriften zur Allgemeinen Naturlehre, Geologie und Mineralogie: Witterungslehre 1825
