Die Jury für das Autorenstipendium im Otto-Ubbelohde-Haus in Goßfelden bei Marburg hat mich (und Norbert Hummelt) aus mehr als sechzig Bewerberinnen und Bewerbern für eins der beiden diesjährigen Stipendien ausgewählt. Ich werde von April bis Juni mein Schreibquartier an der Lahn beziehen.
Der Jury gehörten an: Thomas Hettche (Schriftsteller, Jury-Vorsitz), Alissa Walser (Autorin), Christoph Schröder (Literaturkritiker), Erika Schellenberger-Diederich (Vorsitzende des Vereins »Zwei Raben – Literatur in Oberhessen e.V.«) sowie Ludwig Rinn (Vorsitzender der Otto-Ubbelohde-Stiftung).
Aus der Begründung der Jury:
Mit der Textprobe aus ihrem Debütroman »Rot ist der höchste Ernst« hat Bettina Hartz die Jury beeindruckt. In einer kunstvoll verdichteten Sprache verbindet Bettina Hartz Privates und Politisches, vermeintliche Fakten und Erfundenes. Das Buch zieht seine Leser in traumatische Kriegserlebnisse hinein, bietet aber zugleich auch Auswege an, die in der Literatur selbst liegen. Bettina Hartz’ neues Arbeitsvorhaben verspricht eine anregende Mischung aus modernem Nature Writing und dem utopischen Ausblick auf eine postkapitalistische Welt. Die Jury ist überzeugt, dass Bettina Hartz dieses Wagnis meistern kann.